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Samstag, 01.05.2004:
Feiertag am Samstag, wie bescheuert :-)
Gestern war ich nat?rlich wieder bei meiner Mutter, die inzwischen wieder einen relativen stabilen Eindruck macht. Ich glaube, dass sie nun eine Entscheidung getroffen hat, tut ihr gut. Nur, dass die OP nun schon am Montag sein soll, hat mich doch umgehauen.
Heute war nun offizieller Beginn der Segelsaison mit unserem Ansegeln. War ja klar, dass es die Woche sch?n war und heute scheu?lich. Ich hatte zwar auch keine rechte Lust, aber ich hatte doch die Hoffnung, dass die Regatta mangels Wind nicht stattfinden w?rde. Leider wurde doch beschlossen zu starten, aber da unser Boot ja noch nicht wieder voll hergestellt ist, haben wir es bei dem Regen lieber gelassen. Bei trockenem Wetter w?re es kein Problem gewesen. Also sind wir so gegen 13.00 Uhr wieder heimgefahren. Am liebsten w?re ich ja ins Bett gegangen, so m?de war ich. Aber ich habe dann beschlossen, wenn ich nun schon da bin, dann doch wieder zu meiner Mutter zu fahren.
Die war auch ziemlich ?berrascht, mich zu sehen *lach* Aber sie sah gut aus, hat gut gegessen, und wir haben uns gut unterhalten. Seit gestern abend hat sie absolute Bettruhe. Heute war die An?sthesistin da und ist mit ihr noch mal den Verlauf der OP durchgegangen. H?rt sich ja alles gar nicht so schlimm an, und die Wirkung der OP soll sehr schnell sp?rbar sein: wieder stehen und gehen k?nnen und keine Schmerzen mehr haben. Das ist momentan das gr??te Wunschbild, das ich habe ... meine Mutter ... aufrecht und fr?hlich, unternehmungslustig wie eh und je.
Ist vielleicht gar nicht schlecht, dass am Montag wieder die Amis kommen, da r?hrt sich was und ich bin abgelenkt. Denn Angst habe ich trotz allem ...
1.5.04 19:22


Dienstag, 04.05.2004:
Seit 3.30 Uhr liege ich wach und kann nicht mehr schlafen *seufz* Eigentlich dachte ich, nach dem, was ich gestern erfahren habe, w?rde ich wieder besser schlafen, aber so schnell stellt sich der K?rper doch nicht um.
Gestern stand ich den ganzen Tag ziemlich neben mir, vor allem als es dann nach 10.30 Uhr war, und ich wu?te, dass meine Mutter jetzt unters Messer mu?te. Gegen 14.45 Uhr habe ich den ersten Versuch gemacht, etwas zu erfahren. Anruf auf der Chirurgie, nein da kann man mir nichts sagen, Verbindung mit der Station, nein, da kann man mir nichts sagen, bitte in einer Stunde wieder bei der ?rztin anrufen

Gegen 15.45 Uhr ich wieder angerufen, nein, man kann mir nichts sagen, sie kommt ja auch nicht gleich auf Station zur?ck (toll, das war mir bis dahin auch schon klar), ich soll in einer Stunde wieder anrufen. Dann mu?te ich leider etwas laut werden, wie sie sich das eigentlich vorstellen, einen von einer anderen Stelle zur anderen zu schicken und von einer Stunde auf die n?chste zu vertr?sten. Das hatte immerhin zur Folge, dass ich die Nummer der Intensivstation bekam (weiterverbinden kann man wohl in dem komischen KH nicht *grummel*). Dort wu?te man auch von nichts, ich mu?te noch mal etwas lauter werden ... seltsamerweise geht\'s dann, ich habe immerhin erfahren, dass meine Mutter auf Wachstation ist und dass es ihr soweit gut geht. Es m?sse erst noch entschieden werden, ob sie noch auf Intensiv muss oder gleich auf Station kann. Bitte in fr?hestens 2 Stunden wieder anrufen. Okay, wenigstens etwas.
Gegen 18.30 n?chster Versuch auf der Intensiv. Da hatte ich dann eine sehr nette Dame am Telefon, ja, sie h?tten meine Mutter gerade bekommen, sie w?rde schon wieder alleine atmen. Mehr k?nne sie mir im Moment nicht sagen, aber der Arzt w?rde sie jetzt gleich ansehen, wenn ich in einer Stunde noch mal anrufen k?nnte *seufz*
Okay, um 19.30 Uhr ich wieder zum Telefon gegriffen. Endlich die erl?senden Nachrichten: sie atmet selbst?ndig, Atmung und Kreislauf sind stabil, laut OP-Bericht ist die OP gut verlaufen. Wenn es so weiter geht, kann sie heute oder morgen wieder auf Station.
Mann, ich war so fertig, ich konnte nicht mal mehr heulen.
Dass ich den Tag in der Arbeit gestern so einigerma?en ?berstanden habe, verdanke ich wieder mal meinem Lieblingskollegen. Ich wei? nicht, wie der immer diese Gratwanderung zwischen Trost und Ablenkung hinbekommt. Das w?rde ich mir im privaten Bereich auch w?nschen.
Mal sehen, wie es nun heute weitergeht. Ob ich sie sehen kann, wann, ob ich heute abend zum Team Dinner mitgehe ... jetzt h?pfe ich erst mal unter die Dusche
4.5.04 05:30


Mittwoch, 05.05.2004:
Kann dieser Alptraum nich mal ein Ende nehmen? Ein gutes versteht sich. Nach der Auskunft am Montag war ich so erleichtert und zuversichtlich, dass mich das gestern alles wie ein Schock getroffen hat.
Gestern nachmittag habe ich mich auf den Weg ins KH gemacht und bin dort erst mal zielstrebig auf die Intensiv getrabt. Dort habe ich erfahren, dass meine Mutter schon auf Station gebracht worden war. Nicht auf die urspr?ngliche, aber immerhin *jubel* Ich also in die Richtung getrabt, die mir die Schwester gesagt hat und stand vor einer gro?en Glast?r mit Glocke f?r Besucher und sehr eingeschr?nkter Besuchszeit *schluck* Also habe ich gel?utet und mich nach meiner Mutter erkundigt. Eine Schwester f?hrte mich dann in das Zimmer wo sie liegt. Verdammt nochmal, h?tte mich nicht einer darauf vorbereiten k?nnen, was mich da erwartet???? Bei der Station handelt es sich um die sogenannte "Intermediate Care" - eine Station f?r Patienten, die nicht mehr auf Intensiv liegen m?ssen, aber noch ?berwacht werden m?ssen. Also 100 Ger?te etc. Na gut, das habe ich ja dann noch verdaut und bin zu meiner Mutter ans Bett. Auf das, was mich da ewartet hat, war ich allerdings nicht vorbereitet ... meine Mutter hat mich zwar erkannt, aber der Rest ... sie lebt in dem Glauben, das KH sei eingest?rzt, deshalb sei sie verlegt worden, ich h?tte in der Nacht schreiend nach ihr gesucht etc. Dann hat sie mich immer wieder gefragt, warum sie hier sein. Ich sagte ihr wegen der OP. Darauf blaffte sie mich, das wisse sie schon. Und wehe, ich habe nicht gleich verstanden, was sie wollte. So b?se Blicke habe ich nicht mehr kassiert, seit ich ein kleines Kind war, wenn ich was angestellt hatte. Keine Freude, dass ich gekommen bin. Dauernd wollte sie sich aufrichten, was ich nicht zulassen wollte, da wurde ich wieder ganz b?se angemotzt. Es war grausam.
Als ich dann raus bin, habe ich erst mal den Arzt aufgesucht, der mich dann informiert hat, dass meine Mutter unter einem sogenannten Durchgangssyndrom leidet, was oft nach langen OPs und der langen Narkose passieren kann. Inzwischen habe ich mich schon mal schlauer gemacht: HIER
Das deckt sich im gro?en und ganzen mit dem, was ich gestern erleben mu?te. Ich habe den Arzt dann gefragt, ob ich mir jetzt ernsthaft Sorgen machen muss, aber er meinte das nein. Das k?nne bei dem einen Patienten l?nger, bei dem anderen weniger lang dauern. Ansonsten sei ihr Zustand stabil und die OP gut verlaufen. Das muss ich dann wohl mal glauben. Als ich aus dem KH raus bin, habe ich erst mal Rotz und Wasser geheult.
Anschlie?end bin ich dann wieder in die Arbeit gefahren, denn ich wollte am Abend mit zum Team Dinner. Die Ablenkung hat mir auch ein bi?chen gut getan. Wir waren beim Italiener, der war echt lecker ... Caprese, Seezunge, Tiramisu ... ?ber meine Punkte lasse ich mich jetzt lieber nicht aus, heute fr?h waren es wieder mal 700 Gramm mehr.
Den heutigen Tag bin ich wie ferngesteuert durch die Gegend gelaufen, ich hatte panische Angst vor dem Besuch im KH. Heute mittag war ich dann mit meiner Freundin beim Essen, die meinte dann, ich soller erst mal anrufen und mich erkundigen, vielleicht macht es ja gar nicht so viel Sinn, zu kommen. Also bin ich ihrem Rat gefolgt und habe den Arzt angerufen. Meiner Mutter ging es heute wieder schlechter. Sie hat bei der OP viel Blut verloren und sollte heute nochmal 2 Bluttransfusionen bekommen. Ihr Allgemeinzustand sei aber weiter stabil, aber geistig habe sich noch nichts ge?ndert *seufz* Ich habe den Arzt dann gefragt, ob es Sinn mache zu kommen, aber er meinte, ich solle bis morgen warten, da sei sie wieder besser beinander. Sein Wort in Gottes Ohr. Also habe ich heute bis 18.00 Uhr gearbeitet, aber ich krieg den Kopf nat?rlich nicht frei.
Im Moment graust es mir vor jedem neuen Tag und dem Aufwachen in der Fr?h.
5.5.04 19:53


Donnerstag, 06.05.2004:
Mein kleine Knuddelbacke Freddy hat heute seinen 11. Adoptionstag *pfotesch?ttel* Und da gab es Phasen, wo ich dachte, er w?rde das nie erleben. Nachher gibts noch feines Leckerchen :-)
Heute war ich nach einem Anruf beim Arzt wieder im KH bei meiner Mutter. Ich will ja nicht voreilig jubeln, aber zwischen dem Zustand am Dienstag und heute lagen Welten. Ich war 1.5 Stunden bei ihr, sie hat sich ?ber meinen Besuch gefreut, wir haben viel geredet, sie wei? genau, welches Datum heute ist ... das ist doch echt ein Fortschritt. Sie mu?te auch schon stehen, Beine und alles was damit zu tun hat, kann sie bewegen. Sie hat nat?rlich noch Schmerzen, aber sie ist so tapfer. Peinlich ist ihr vor allem die Versorgung, da sie ja nicht aufs Klo kann, aber ich habe sie getr?stet, dass das ja nur ein vor?bergehender Zustand sei.
Nun geht es mir auch wieder um einiges besser. Vielleicht kann sie morgen schon wieder auf Station. Ach, w?re das sch?n. Aber ich will jetzt mit meiner Euphorie lieber bremsen. Und wir m?ssen ja auch noch abwarten, ob die OP den gew?nschten Erfolg gebracht hat *hoff*
Was WW betrifft: heute fr?h zeigte die Waage 65,6 Kilo, nun habe ich mein erstes gro?es Ziel ... die 65 Kilo ... bald erreicht. Auch wenn die letzten Wochen Stress sicher dazu beigetragen haben, dass es so schnell ging.
So, nun werd ich meine Punkte von heute z?hlen und noch ein bi?chen chatten.
6.5.04 20:38


Montag, 10.05.2004:
Am Freitag habe ich endlich mal wieder bis 18.00 Uhr gearbeitet. Ist zwar lang f?r einen Freitag, aber die Kollegen haben die letzten Wochen viel unter meinen Abweseneheiten leiden m?ssen. So wollte ich wenigstens meinem Lieblingskollegen erm?glichen, nicht erst wieder um 20.00 Uhr die Firma zu verlassen. Daf?r darf er sich jetzt 2 Wochen lang von mir erholen, nachdem ich ihm jeden Tag mein Herz ausch?tten durfte. Nachdem er ja eigentlich weniger Urlaub hat, daf?r aber f?r ein Examen zu lernen hat, habe ich ihm zum Abschied noch ein kleines Gl?cksschweinchen verehrt
Freitag war ich auch nicht mehr im KH, da ich ja nun wu?te, dass meine Mutter auf dem Weg der Besserung ist.
Samstag und Sonntag habe ich sie dann wieder besucht. Sie kann schon wieder richtig im Sitzen essen und trinken, und isngesant wird sie auf der Station gut versorgt. Und was mich auch sehr freut ... sie kommt heute in einer Woche auf Reha!!! Nat?rlich bleibt noch so die ?berlegung haften, ob das nun wirklich alles wieder so wird, wie es soll, aber jetzt darf man nur noch positiv denken. Im Moment entdeckt sie so nach und nach, was sie alles in ihre Narkosetr?ume eingebaut hat. Da sieht man mal wieder, womit man sich im Unterbewu?tsein besch?ftigt.
10.5.04 20:17


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